Archive | Juli 2013

Schlau gegen den Stau | 5 Tips gegen den Verkehrsinfarkt

Mobilität ist Lebensgefühl

Mobilität ist selbstverständlich geworden. Dabei konnte sich vor erst vor hundert Jahren der Normalbürger weder Flugreisen noch ein Auto für den Privatgebrauch leisten.

Heute dagegen fährt jeder Schweizer Bürger im Durchschnitt 37.3km pro Tag, 98 Minuten pro Tag und legt im Jahr etwa 19.000km zurück!

ZVV - 90 mal im Jahr zum Mond

Astronomische Fahrtstrecken – Der ZVV fährt jährlich 90mal „bis zum Mond“

Nur 20 Tage ohne Stau

Leider wirds bisweilen auf den Strassen ungemütlich! Nur um Zürich herum sind die grossen Umfahrungen fast täglich verstopft. 2012 wurden beim Gubrist Tunnel und auf der Nordumfahrung nur 20 staufreie Tage verzeichnet.

Auch auf der Schiene sieht es nicht besser aus. Allein der Schienengüterverkehr soll bis 2030 um bis zu 70% zunemen sagt der Bundesrat.

Link zur SRF Reportage

Wo sollen denn all die Autos, Laster und Container hin

Um die Strassenbelastung zu reduzieren, müssen neue Lösungen gefunden werden. Hier ein paar davon:

1. Neue Wege schaffen: CargoTube

Da Strasse und Schiene zunehmend an Ihre Grenzen stossen, soll das CargoTube eine Alternative unter der Erde schaffen. „Cargo sous terrain“ soll mit einem effizienten, unterirdischen Transportnetzwerk für Güterpaletten, aber auch für Medien und Energie, die Verkehrsnetze entlasten und eine zuverlässige Versorgung sicherstellen. Dieses riesige Infrastruktur Projekt ist leider erst noch in der Machbarkeitsstudie, sollte aber unbedingt verfolgt werden. Mehr Informationen unter: http://www.cargotube.ch

cargotube

Tunnel

2. Stosszeiten verringern: Flexible Arbeitszeiten

Was heute bereits als „Home-Office Day“ zelebriert wird, wird vielleicht noch stärker kommen in der Zukunft. Flexible Arbeitszeiten, Home-Office Tage können die Rush-Hour sicherlich etwas abschwächen.

Natürlich ist das nicht für jede Branche und jeden Job möglich.

3. Wege verkürzen: Gemischte Städte planen

Wäre der richtige Laden, die Schule oder das Sportzentrum immer direkt um die Ecke wäre das Fahren oder Laufen einfacher zu bewältigen. Darum ist auch eines der Ziele des der Arbeitsgruppe „Zukunft Urbane Mobilität„, Städte und Quartiere gut zu durchmischen. So bleiben die Wege kürzer.

4. Alternative Mobilitäts und Lieferoptionen

Multimodal ist das Buzz-Word der Stunde. So soll man verschiedene Abschnitte seiner Reise mit den jeweils besten Mobilitätsoptionen zurücklegen können.

So z.B. den kurzen Weg zum nächsten Bahnhof mit dem Velo oder Auto, den langen Streckenteil mit der Bahn und das letzte Stück dann mit dem Bus oder Mobility Car-Sharing. Hier tut sich einiges… Mittlerweile gibt es in den meisten grossen Städten öffentliche Velostationen, wie PubliBike der Post, CarSharing Möglichkeiten von Mobility und Park+Ride Angebote der Bahn. Auch gibt es immer mehr Initiativen, die versuchen die verschiedenen Mobilitätsangebote sichtbar zu machen und zu vernetzen. Ein Beispiel aus Österreich ist http://www.anachb.at/. Ein deutsches Beispiel ist http://www.moovel.com

Multimodal solls natürlich auch in der Logistik laufen. Das Konzept der City-Logistik setzt sich zum Ziel, Hubs als Lieferpunkte am Rande von Städten zu etablieren. Von dort können dann kleinere Fahrzeuge (oder vielleicht irgendwann BringBees) die Auslieferung auf der letzten Meile übernehmen.

5. Besseres Ausnutzen von bestehenden Kapazitäten

Zu guter letzt sei natürlich noch das effizientere Ausnutzen von ungenutzten Kapazitäten aufgezählt. Ob Mitfahrzentrale oder Mitbringservice, wie BringBee! Der grösste Teil aller Transportkapazitäten bleibt leer. So ist der Standardbesetzungsgrad in Autos nur bei etwa 1.2 Personen. Bei steigendem Druck auf die Strasse und wachsenden Mobilitätskosten, ist absehbar, dass auch die Bereitschaft seine Mobilität zu teilen weiter wachsen oder sogar institutionalisiert werden wird.

Erste Firmen versuchen Ihre Mitarbeiter bereits gezielt zu motivieren Fahrgemeinschaften zu bilden. Tools TwoGo von SAP sollen dabei helfen, Mitarbeiter mit ähnlichen Fahrwegen zueinander zu bringen.

Wir sind gespannt, wie sich der Trend weiter fortsetzt und unsere Mobilität verändert.

BringBee poolt heute bereits Kapazitäten für Heimlieferungen von Einkäufen

BringBee poolt heute bereits Kapazitäten für Heimlieferungen von Einkäufen

Weitere Links:

Wer noch mehr Ideen bekommen möchte, was man alles gegen den Verkehrsinfarkt machen kann –> Schlussbereicht „Zukunft Urbane Mobilität“ http://www.zukunft-urbane-mobilitaet.ch/pdf/sustainserv_ZUM_Schlussbericht_final_def.pdf

BringBees, wo seid ihr? – Hier!

Wo gibts BringBees

Hier! – Hier! – Hier!

Es kristallisieren sich ganz klar aktive Cluster bei uns heraus, meist natürlich um die grossen Städte und Agglomerationen.

Hier seht ihr, wo es überall schon BringBees gibt. Sehr schnell bekommt ihr Eure Einkäufe in…

Zürich, Bern, Luzern, Genf, Winterthur, Basel, Baden … mitgebracht!

Ausbaufähig

Ausbaufähig sind vor allem noch grosse Teile der französischen Schweiz und der Osten…

Also, helft mit, Euren eigenen Cluster aufzubauen!

BringBee Einkaufslisten sparen Geld

Verführung beim Einkaufen  Source: www.pz-news.de

Der Einkaufszettel

Wer kennt das nicht…? Wir gehen einkaufen und beim Geschlängel durch den Laden lachen uns in jeder Ecke neue Angebote, der neue Sommer-Kracher oder ein dieses leckere Kuchenstück an.

Schwups! Landet oftmals mehr im Wagen, als die liebe Einkaufsliste es vorgesehen hatte.

73% kaufen mehr ein

Tatsächlich ist das ein Phänomen, das uns alle betrifft. Etwa 73% aller Einkäufer kaufen im Laden mehr ein als geplant.Denn natürlich haben die Einzelhändler viele Tricks, mit denen Sie uns zum Kaufen animieren. Im folgenden Video von Quarks & Co werden einige typische Fallen vorgestellt.

Das Kind kauft mit

Auch lassen wir uns gerne beim Einkaufen beeinflussen, unter anderem von unseren Kindern. Auch das wissen Einzelhändler ganz genau und platzieren Kinderwünsche somit gern auf Kinder-Augenhöhe. Auch hierzu ein spannendes Video:

Hilfe durch BringBee Einkaufsliste

Doch vielleicht kann ja auch die Einkaufsliste von BringBee helfen. Durch das disziplinierte Listenschreiben, erspart man sich die Verführung und den Extraeinkauf im Laden.

Und obendrein hat man natürlich mehr Zeit für sich und die Familie.

Lesetipps:

Weitere gute Lesetipps zum Thema „Wie wir zum Kaufen animiert werden“ von Martin Lindstrom:

„Brandwashed“

Ohne Bienen läuft gar nichts…

P1020481_2

Ohne Bienen läuft gar nichts… das haben alle gelernt, die mit uns am 5. Juli „More than Honey“ geschaut haben.

Der Regisseur Markus Imhoof reist in dem Film um die ganze Welt und trägt dabei beeindruckende Aufnahmen und Eindrücke vom Leben der Biene zusammen, aus allen Perspektiven, auch im Flug und in faszinierenden Makroaufnahmen.

Heute schon Massentierhaltung

Kaum einem ist dabei bewusst, dass die Bienenindustrie genau so eine industrialisierte Massentierhaltung geworden ist, wie die Viehhaltung. Die Biene ist ein lebensnotwendiges Nutztier geworden, dass unsere Nahrungsmittel bestäuben und unsere Versorgung sicherstellen muss.

Verstörende Bilder aus China scheinen futuristisch und zeigen, wie die Menschen heute bereits Ihre Ernte bestäuben, wenn die Bienen wegen Pestiziden und Krankheiten in der Region alle gestorben sind.

Bienen bestäuben besser als Menschen

Bienen bestäuben besser als Menschen

Nostalgie im Kleinen

Zum Glück gibt es neben der grossen Industrie auch noch Imker, die die Bienen wie Lebewesen und nicht nur wirtschaftliche Einheiten behandeln . Einer davon, Andreas Berger, Imker aus Dietikon, war bei uns zu Gast und erzählt von seinen eigenen Bienen und seinem Honig..

Er geht geduldig auf Fragen ein und bezaubert die Gaumen mit drei verschiedenen Sorten Honig. Beim Probieren wird klar: Honig ist nicht gleich Honig. Der Geschmack verändert sich über die Zeit und natürlich mit den Blütenarten.

P1020488_2

Andreas Berger steht Rede und Antwort nach dem Film & lässt jeden seinen guten Honig probieren.

Honig zum Probieren beim BringBee Filmabend

3 Sorten Honig, verschiedene Alter, verschiedene Blüten – ein ganz anderes Geschmackserlebnis

Tips zum Honig einkaufen

Möchtest duHonig mit sauberer, rückstandfreier Qualität und schonender Verarbeitung kaufen und unterstützen? Achte beim Kauf auf das Gütesiegel „Swisshoney“. http://www.swisshoney.ch/

Gütesiegel Swisshoney

So guten Honig findet man nicht im normalen Supermarkt-Sortiment. Hier kannst du direkt einen Siegel-Imker in deiner Nähe suchen:

http://www.swisshoney.ch/de/swisshoneych/swisshoney/siegelimker.html

Mehr Infos

– Zum Event: Facebook

– Zum Film: http://www.morethanhoney.ch/