Archive | September 2012

Das bisschen Marketing

Eigentlich bin ich ja Ingenieur, rational und analytisch. Da begutachtet man die Welt der Marketingleute immer etwas misstrauisch. 
Und tatsächlich habe ich erst wirklich die Relevanz von Marketing und Branding Abteilungen durch unsere eigenen Erfahrungen im Geschäftsalltag verstanden.
 
Die Aufgabe, eine Vision und ein Produkt in genau den Worten, Farben und Bildern auszudrücken, die dem Zielpublikum gefällt, und damit einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, ist eine Kunst. Erst beim selber machen wird klar was für eine grossartige Arbeit Firmen wie Coca-Cola, BMW oder IKEA Tag für Tag leisten und wie sie Ihre Werte und Ihr Branding in uns eingebrannt haben. (Hier kann ich als Lektüre übrigens nur das Buch „Brandwashed“ empfehlen, das etwas hinter die Kulissen der grossen Brands blicken lässt.)
 
Als Startup fängt man von null an. Kein Name. Kein Branding. Keine Kunden (oder nur wenige). 
Ein Startup ist ein leeres Blatt, das sich selbst erfinden kann. 
Aber welche Worte und Bilder sollen als Erstes mit dem Produkt verknüpft werden, die wahrscheinlich auf ewig irgendwo im www herumschwirren? Selbst wenn der Gründer eine klare Idee hat, wie er seine Firma portraitieren möchte, fehlt es dann vielleicht an dem richtigen Bildmaterial, dem Texter, der allem einen pfiffigen Schliff gibt, dem Grafikdesigner, der alles visuell zusammenbringt und unwiderstehlich anziehend macht…
Und wieder heisst es im Startup: kreativ sein und sich selbst erfinden, mit den Mitteln, die man hat.
 
Nach ewiger Suche nach Stockphotos im Internet, wurde uns klar: was wir brauchen, was wir sagen wollen – dafür gibt es einfach noch keine richtigen Bilder. Die Lösung war unser eigenes Fotoshooting, um unsere Ideen grafisch zu hintermauern. Und wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit unserem ersten Ergebnis und einem kleinen Schritt vorwärts in dem Prozess der Selbsterfindung.
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