Wieso nicht Freude bereiten? Sandra Paradiso erzählt, was ihr am meisten an BringBee gefällt

Sandra Paradiso, Marketerin und Drehpunkt der Familie, will nicht mit drei Kids durch die kleineren Läden des Zürcher Niederdorfs laufen, dafür nutzt sie BringBee.

Für die Social Media Marketerin vereinigt BringBee persönlichen Kontakt und ökologischen Vorteil.


Ein E-Shop für coole Sachen

“Nachdem ich vom BringBee Modell gehört habe, wollte ich es ausprobieren. Da die Zeit mit drei Kindern und Beruf knapp ist, wollte ich es mal testen.”

“Für mich ist es nicht ein Pendant zu Coop oder Migros Lieferdiensten, sondern der E-Shop für coole Sachen, coole Gadgets, die man nicht gleich um die Ecke findet und zuerst suchen muss – was normalweise mit viel Zeit verbunden ist. Und dann dieser persönliche Kontakt bei der Übergabe. Dass jemand persönlich vorbei kommt. Kein Chauffeur bei einer Grosskette: im Idealfall der Nachbar, der die bestellte Ware mitbringt und „Hallo“ sagt. Dieses Konzept gefällt mir sehr gut.”

“Es ist diese Kombination: Klassischer Onlineshop, persönlicher Kontakt und noch was Ökologisches tun, sodass man für drei Rechaud-Kerzli bei IKEA nicht zusätzlichen Verkehr produziert.”

Es hat reibungslos funktioniert. Das war meine Bestätigung!

Accessoires mit Umweltgedanken

“Als Test habe ich verschiedene Accessoires und Deko-Material bestellt – die kleinen Dinge, die man kennt und in tausendfacher Ausführung im IKEA zu finden sind. Solche Sachen die man wirklich schnell mitnehmen kann. Das Vertrauen war wirklich da, weil der Bestellvorgang einfach war und die Lieferung zum Bestellzeitpunkt ankam. Es hat reibungslos funktioniert. Das war meine Bestätigung!”

“Am Nachmittag kam die BringBee zu mir. Ich kannte sie nicht. Sie sah sympathisch aus, sehr nett und freundlich. Man hat gleich gemerkt, dass es auch für sie kein zusätzlicher Aufwand war. Sie hat es gern gemacht. Sie hat den Job mit Freude ausgeführt. Es war für sie quasi ‚Ich bin sowieso dort – wieso nicht gleich helfen? Wieso nicht Freude bereiten?’ das war das Gefühl.”

Chalk Pac-Mac

Letztlich hat Sandra Kreide für ihre Kinder bestellt.

“10 Minuten oder so am Laptop um den Auftrag aufzugeben. Ich war schon registriert, wusste welche Artikel ich wollte, konnte schnell nach Artikeln suchen. Innerhalb von zwei Tagen kamen die Orchideen, Kerzen, Gläser, Küchentücher und Bodenkreide für die Kids an. Ich habe mindestens eineinhalb Stunden gespart.”

Ich bin sowieso dort – wieso nicht gleich helfen? Wieso nicht Freude bereiten?

Für Geburtstagsgeschenke

“Demnächst werde ich BringBee vielleicht nützen, wenn es wieder Geburtstage gibt oder um Geschenke zu machen. Wenn man ein etwas anderes Geschenk sucht, wird man fündig.”

BringBee saved Connie’s sanity

Crowdlogistik in Europa und den USA: Was ist anders?

Vor kurzem haben wir amerikanische Firmen vorgestellt, deren Businessmodel von Crowdlogistik inspiriert wurde. Letzte Woche haben wir dann die US Firmen näher betrachtet und uns gefragt, ob man in den USA überhaupt wirklich Crowdlogistik betreibt?

Jetzt betrachten wir die europaïschen Unternehmen im Vergleich.

Uns interessieren die Kriterien.

  • Wie wird man Mitglied? Gibt es Hürden oder eine bestimmte Profilbeschreibung?
  • Was muss man an Ausrüstung mitbringen?
  • Wie wird der Mitbringjob zugewiesen?

AbgleichEU

Jeder kann Mitbringer werden

Grundsätzlich sind alle Plattformen der europäischen Startups offen: Jeder kann ein Mitbringer werden. Es gibt keine besonderen Hürden. Eine einfache Anmeldung per Email oder Facebook-Login genügt. Alle Mitglieder sind freiwillige Mitbringer und es gibt kein Angestelltenverhältnis zwischen den Plattformen und den Nutzern.

Das unterscheidet sich stark von den läufigen US-Modellen, wo Mitbringer nach stark vorgegebenen Kriterien vorausgewählt werden. (siehe auch vorherigen Artikel Gibt es Crowdlogistik in den USA schon?)

 

Private Ressourcen für den Transport

Ähnlich wie auch in den USA, bringen die Mitbringer alle notwendigen Ressourcen selbst mit: das eigene Fahrzeug oder das Smartphone. So können natürlich die Anschaffungs und Wartungskosten für teure Investitionen, wie Autos, ebenso gecrowdsourced werden. Dies ist in den USA genau so.

 

Selbstbestimmung

Grundsätzlich sind alle europäischen Modelle Marktplätze, wo Mitbring- und Lieferjobs aufgeschaltet werden und von Mitbringern angenommen werden können. Es besteht kein Zwang und keine Verpflichtung einen Job anzunehmen. Transporte sind auf rein freiwilliger Basis.

 

Europa vs USA

Crowdmodelle in den USA und Europa unterscheiden sich durch eine andere Erwartungshaltung und die emotionale Ansprache.

In den USA müssen Mitbringer erst einen Bewerbungsprozess durchstehen, bevor sie im System aktiv werden dürfen. Somit macht die Beziehung den Eindruck, als sei es ein klares Anstellungsverhältnis, ein Minijob, bei dem der Mitbringer vertraglich gebunden ist. Somit sind die Erwartungshaltungen gegenüber dem Mitbringer anders. Die klare Erwartungshaltung hat natürlich den Vorteil, dass selbt zeitkritische Lieferungen gemeistert werden können.

Ein weiterer klarer Unterschied besteht in der Kommunikation und dem Branding der Lösungen. In Europa basieren die Modelle auf Communities, auf dem Willen Gutes zu tun, sich gegenseitig und auch gleich der Umwelt zu helfen. Die wichtigsten Konzepte sind (i) effizienteres Nutzen von bestehenden Kapazitäten, (ii) die Minimierung des ökologischen Fußabdrucks, (iii) Aufbau von lokalen Communities, (iv) Hilfe von Kunden für Kunden. Der Austausch zwischen Personen, die zwischenmenschlichen Aspekte und der Nachhaltigkeitsgeadnke haben einen viel höheren Stellenwert. Die amerikanischen Konzepte sind reine Dienstleistungen für den modernen Konsumenten.


Was haltet ihr von den Ansätzen in Europa und den USA?

Was macht ein Ökonom, während ihr einkaufen geht?

Flurin Conradin (30), Volkswirt und Unternehmer* spielt Tennis, kocht oder arbeitet, während seine Einkäufen zu ihm nach Hause kommen.

Flurin Conradin

Der junger Volkswirt und Crowdfunding Fan: „Ich finde es eine super Initiative“.


Mitfahrgelegenheit für Pakete

„Als ich drei Jahre in Frankreich lebte, um an der Toulouse School of Economics mein Masterstudium zu absolvieren, bin ich sehr viel zwischen verschiedenen französischen Städten gereist, und immer via Mitfahrgelegenheit. BringBee ist ein Art Covoiturage oder Mitfahrgelegenheit für Pakete. Ich fand das ganz genial.

Mir gefällt der persönliche Kontakt zu Menschen am besten. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Da war es völlig normal, dass ich kurz zu meinen Nachbarn ging, um dies oder das auszuleihen. Sharing war sozusagen der Normalzustand. Jetzt wohne ich in einer ‘grossen’ Stadt und weiss nicht einmal, wie meine Nachbarn heissen.“

Vergessener Artikel rasch, günstig per BringBee

„Ich bin selber zum Ikea gefahren und logischerweise habe ich etwas vergessen: ein Saumband, was man braucht, wenn man zu lange Vorhänge kauft — damit man sie kürzen kann. Dann habe ich gedacht, „für ein Teil wieder zu Ikea zu fahren, das lohnt sich voll nicht!“ Also ich habe BringBee benutzt.

Für ein Teil wieder zu Ikea zu fahren, das lohnt sich voll nicht!’

Es war mega-einfach zu bestellen. Auf der BringBee Seite mit der Suchfunktion ist ‚Saumband’ sofort aufgehoppt und ich habe es bestellt. Ich habe es an einem Mittwochabend um 8 oder um 9 bestellt. Alles war unkompliziert. Es hat nicht lang gedauert. 10 Minuten vielleicht, inklusive Registration und um zu wählen, wann man die Lieferung haben will.“

Lieferung nach eigener Wahl: ausserhalb von Bürozeiten

Am folgenden Montag war die Lieferung für mich am besten. Es ist keine 2 Stunden gegangen und ich habe eine Email bekommen, dass es mir jemand am Montag mitbringt. Welcher andere Online-Service hätte so schnell und ausserhalb der Bürozeiten so ein Feedback gesendet? Ich habe dem BringBee eine Mitteilung geschickt, dass er das Päckli einfach in dem Briefkasten lassen könne, er müsse nicht läuten. Und das hat er gleich bestätigt, was das Vertrauen nochmal erhöht.“

Vertrauen und Anonymität

„Ich war zu Hause und habe gearbeitet. Und irgendwann war ich neugierig, weil der BringBee mir eine genaue Lieferzeit gesagt hat – sechs oder so. Die meisten Lieferservices halten Ihre Zeitspannen nie ein. Ich bin kurz nach sechs an die Tür gegangen und das Saumband war im Briefkasten. Ich habe gedacht: mega cool. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wer meine Waren mitgebracht hat. Ich hätte das witzig gefunden, ihm kurz ,Merci‘ zu sagen.

Welcher andere Online-Service hätte so schnell und ausserhalb der Bürozeiten so ein Feedback gesendet?

Ich finde es auch super, dass ich erst meine Lieferung bestätigen muss, bevor die Zahlung überwiesen wird. Durch den ganzen Prozess ist das Vertrauen extrem hoch.“

Statt Einkaufen kann ich samstags alles mögliche machen

„An einem Samstag kann ich alles mögliche machen: ich kann Tennis spielen, einen Film anschauen, etwas Feines kochen. Für mich war die Motivation BringBee zu nutzen, Zeit und Geld zu sparen. Ich hasse es zum IKEA zu fahren. Hin und zurück, dauert es rasch eine Stunde, und dann muss ich durch das ganze Geschäft laufen. Insgesamt nimmt das locker den ganzen Samstagnachmittag in Anspruch. Geld habe ich auch gespart: Der Mitbringpreis war günstiger als mein Zugbillett.“

Das nächste Mal: warum nicht mit BringBee?

„Meine Nachbarn erinnern mich immer an BringBee. Sie bestellen extrem viele Sachen online und wenn ich das Haus verlasse, sehe ich regelmässig einen Stapel Päckli für meine Nachbarn an der Tür. Warum kommt es über ein Logistikzentrum mit DHL und nicht mit BringBee?

Ich werde vielleicht demnächst Bier mit BringBee bestellen.“

*Flurin ist Initiant vom Projekt StadtMilch. Stadtmilch will es Leuten in der Stadt Zürich wieder möglich machen, Milch vom Bauernhofen mit ihren eigenen Glasflaschen einzukaufen, um Transport- und Verpackungsmüll zu vermeiden und die Identifikation mit lokalen Bauernhöfen zu erhöhen. Im aktuell laufenden Crowd-Funding für das Projekt hat Stadtmilch schon 98% vom Ziel – 10,000 Franken – erreicht.

Gibt es Crowdlogistik in Amerika wirklich schon?

Vor kurzem haben wir Firmen vorgestellt, deren Businessmodel von Crowdlogistik inspiriert wurde. Jetzt nehmen wir die amerikanischen Firmen unter die Lupe. Handelt es sich hier tatsächlich um Crowdlogistik? Hier vergleichen die Firmen nach 2 Kriterien.

  • Wie wird man Mitglied? Gibt es Hürden oder eine bestimmte Profilbeschreibung?
  • Was muss man an Ausrüstung mitbringen?

AbgleichUS1

Klare Anforderungen

Bei den US Firmen gibt es ganz klare Anforderungprofile an die Mitbringer, die sich für eine Position als Mitbringer bewerben. Deliv erwartet zum Beispiel von Fahrern, dass sie volljährig sind, obligatorische Schulzeit absolviert zu haben, einen Van und Smartphone besitzen und nicht vorbestraft sind (siehe volle Anforderungsliste im Bild unten.). Instacart möchte Shoppers, die Fahrausweise besitzen und eine Autoversicherung haben… Somit sieht die Anmeldung eher aus wie ein Bewerbungsschreiben für einen regulären Job mit Anschreiben und Lebenslauf.

deliv hat eine klare Idee, wie Ihre Fahrer aussehen sollen

deliv hat eine klare Idee, wie Ihre Fahrer aussehen sollen

Bring your own everything Ein Grund, warum Crowd-Ansätze vielversprechend sind, ist natürlich, dass auch Anschaffungskosten gecrowdsourced werden. So kommen bei den Lieferungen die Privat-Autos der angemeldeten Mitbringer zum Einsatz. Ebenso müssen die Mitbringer ihr eigenes Smartphone mitbringen, damit Sie über die App über neue Lieferjobs informiert werden können. „Bring your own“ ist also ganz klar in allen Firmen verankert und ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber klassischer Logistik.


 

Kann man in den amerikanischen Fällen also tatsächlich von Crowdlogistik reden?

Was meinst du? Ist es noch Crowd, wenn man quasi ein „Anstellungsverhältnis“ aufbaut und die Anforderungsprofile stark einschränkt?  

Wie ich in 10 Minuten mehrere Stunden Arbeit spare? | Interview mit Katja

Katja erzählt, wie ihre Katzen sie zum BringBee machen und warum ein Mann im Anzug vor ihrer Tür steht.

Katja Graefenhain BringBee

Für Katja ist ihre Zeit wertvoll.

Katja Gräfenhain [@k_graefenhain], eine Sicherheits-Softwareentwicklerin und Frontend-Coderin in Zürich, rechnet genau, wie viel sie mit BringBee spart: zeitlich und finanziell. Die Vélofahrerin und Mobility Userin denkt aber auch nach, was es für die Umwelt bedeutet.

In 10 Minuten mehrere Stunden gespart

„Meine wichtigste Motivation BringBee zu nutzen ist die Zeit, die ich einspare, wenn ich kein Auto mieten muss und selber hinfahre. Ich brauche vielleicht 10 Minuten, um eine Einkaufsliste auszufüllen und ich bin erstaunt wie schnell die Aufträge angenommen werden und die Waren zu Hause sind.

Wenn ich alles zusammenrechne: Auto mieten, dann das Auto abholen, nach Spreitenbach oder Dietlikon fahren, zum IKEA gehen, durch den ganzen IKEA laufen, dann die Sachen suchen, bezahlen, zurückfahren, die Sachen nach Hause bringen, das Auto abgeben und wieder nach Hause gehen — das dauert schon zwei Stunden oder vielleicht sogar drei. Es kommt natürlich darauf an, was für ein Tag es ist. Wenn’s Samstag ist, dann dauert’s länger, drei bis vier Stunden sogar!“

Natürlich, rechne ich immer selber wie viel meine Zeit wert ist.

Time is money

„Ich habe vielen Leuten von BringBee erzählt. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Die einen sagen Ah! Cool! Muss ich mal ausprobieren” und es gibt andere die sagen „Ach nein – ich muss dafür etwas bezahlen, dann fahre ich lieber selbst.“ *

Es hat mich sehr erstaunt das zu hören! Und ich habe versucht, die Personen davon zu überzeugen, dass es ganz im Gegenteil sehr wenig kostet. Wenn man die Zeit und alles einrechnet, da spart man viel mehr. Aber tja! Natürlich, rechne ich immer selber wie viel meine Zeit wert ist. Diese Stunden kann ich dann für mich anders verwenden.“

[*Anmerkung von Stella: Gut, dass es Leute gibt, die unbedingt hinfahren wollen. Es braucht ja schliesslich auch noch Mitbringer in der BringBee Community ☺ ]

Freude, wenn die Sachen kommen

„Dann ist der zweite Gedanken hinter BringBee, dass CO2 eingespart wird, indem jemand der sowieso unterwegs ist, die Sachen mitbringt. Den finde ich auch sehr gut und den möchte ich unterstützen.

Das letzte Mal als ich was über BringBee bestellt habe? Daran kann ich mich gut erinnern: Es war ein Montag Nachmittag um zwei oder so. Ich war zu Hause, weil ich von einer Weltreise zurückgekommen und auf Jobsuche war. Mein BringBee hat geklingelt. Draussen stand ein Auto und an der Tür ein Mann: gross, schlank, dunkle Haare. Er hatte einen schicken, schwarzen Anzug an, was mich überrascht hat – angesichts der Tageszeit hatte ich einen Student erwartet. Deshalb hab ich nachgefragt.

Er wohnt in Spreitenbach, arbeitet in Zürich und hatte einen Kundentermin. Deshalb hat er mir die Sachen im Auto mitgebracht, weil er den Weg sowieso geschäftlich gemacht hätte und so die Sachen im Auto mitbringen konnte.

Das fand ich sehr, sehr toll.“

Vertrauen

„Ich habe von BringBee über soziale Netzwerke erfahren und fand es von Anfang an  eine super gute Idee. Die Motivation Sachen zu teilen schafft schon ein Grundvertrauen. Es hilft auch, dass die Bezahlung über die Plattform abgewickelt wird. Und ich weiss ja, dass das Geld erst abgebucht wird, wenn ich einverstanden bin.

Einmal habe ich Untersetzer für Gläser bestellt, aber im Geschäft gab es keine mehr in der Farbe. Daher konnte mein BringBee die nicht mitbringen. Ich fand das nicht schlimm – das war für mich voll okay. Vielleicht könnte man das irgendwie lösen, in dem man einen zweite Alternativ-Wahl angeben könnte?“

When cats attack

„Ich habe BringBee etwa drei Mal benutzt. Bei mir gehen die Gläser oft kaputt zu Hause und wenn ich merke, dass ich fast keine Gläser mehr im Schrank habe, denke ich eigentlich „ach je, jetzt ich kann die bei BringBee gleich nachbestellen.’

Am Wochenende habe ich mal geklickt und gesehen dass es jetzt viele neue Partner Shops gibt und denke dass ich die das nächste Mal probieren werde. Zwei mit skandinavischem Design [Mintgreen, Soeder] – die fand ich ganz toll – und Taste of Greece ist natürlich auch mal was anders. Und ich werde bei IKEA einen neuen Teppich bestellen, weil der jetzige von meinen zwei Katzen, Suza und Zorro, ziemlich zerstört wurde.

Die Katzen Suza und Zoro

Suza und Zoro. Frieden herrscht.


Wünschenswert: Leergut und Haustierbedarf

„Beim Brauerei Partnershop frage ich, ob es vielleicht auch möglich wäre, Leergut zurück bringen zu lassen. Das wäre eigentlich gut, wenn man handeln könnte über die Plattform.

Es wäre auch toll, wenn ein Haustier-Shop – ein Qualipet oder ein Fressnapf – integriert würde. Die sind nicht überall und man muss oft hinfahren. Es wäre mal praktisch mit dem Auto Katzenstreu oder so abholen zu lassen. So was hätte ich noch gern.“

Crowdlogistik als Inspiration für einen neuen Markt

Crowdlogistik ist eine neue Branche der traditionellen Logistik Domäne. Hierbei werden Gegenstände, Einkäufe oder Objekte von Privatpersonen geliefert und mitgebracht. Die Qualität und die Bedingungen sind vergleichbar mit professionellen Lieferungen von Kurieren und Händlern. Die Mitbringer können dabei Privatpersonen oder semiprofessionelle Transporteure sein.

Ganz neu ist jedoch bei dem Crowdlogistik-Gedanken das Umweltbewusstsein und die Ideologie der Verwendung von unbenutzten Transportkapazitäten.

Hier ist eine Übersicht über verschiedene junge Unternehmen weltweit, die vom Crowdlogistik-Gedanken inspiriert wurden:


BringBee

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WebsiteBringBee

CEO: Stella Schieffer

Twitter / Facebook Links: TwitterFacebook

Gründung: 2012

Land: Schweiz

Marktsegment: C2C Einkäufe und Lieferungen

USP: nachbarschaftliche Lieferung zur Wunschzeit; nachhaltige Lieferung

Kunden: Kunden ohne Auto, Berufstätige oder junge Familien nutzen BringBee, um sich eine beschwerliche Einkaufsfahrt zu sparen. Händler oder regionale Produzenten nutzen BringBee, um Lieferungen zu Kunden auf der letzten Meile einfach, sozial und grün zu gestalten.

Partnerschaften: ETH Spinoff, SBB AG, WWF Schweiz, Axa Winterthur, Climate-KIC, Klimastiftung Schweiz, Sihlcity, Shoppi Tivoli

Finanzierung: Privatbesitz

Business Model: Kunden zahlen eine Belohnung an den Mitbringer und eine einkaufsabhängige Gebühr an BringBee. Mit Partnern aus dem Handel schliesst BringBee Verträge über Setup-Gebühren, Anbindungsgebühren und Kommissionen für Mehrverkäufe.


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Checkrobin

Unternehmen: Checkrobin

CEO: Hannes Jagerhofer

Twitter / Facebook LinksFacebook

Gründung: 2012

Land: Österreich

Marktsegment: C2C Lieferungen

USP: Einfache, günstige und unkomplizierte Lieferung in und zwischen Städten

Kunden: Privatpersonen, die ein Paket von A nach B bringen müssen und keine Zeit oder kein Auto für den Transport haben.

Partnerschaften: Harry’s home (Hotel Kette)

Finanzierung: durch Gesellschafter wie Niki Lauda, Attila Dogudan

Business Model: Der Kunde zahlt eine Provision von 2.90EUR pro Fahrt. Der Mitbringer verdient zwischen 9 bis 29 EUR.


 Deliv

logo

UnternehmenDeliv

CEO: Daphne Carmeli

Twitter / Facebook Links: Twitter, Facebook

Gründung: 2012

Land: Vereinigten Staaten

Marktsegment: Same-day Lieferung von Einkäufen zum Kunden

USP: Same day Lieferung, Bequemlichkeit

Kunden: Kunden kaufen bei Einzelhändlern (wie z.B. Banana Republic, Caché, Foot Locker etc) online ein und wählen Deliv als praktische, schnelle Lieferoption im Checkout-Prozess.

Partnerschaften: Immobilien Gruppen und Besitzer von Einkaufszentren wie GGP, Macerich, Simon, Westfield

Finanzierung: 12.4 M $

Business Model: Die Lieferung am selben Tag kostet den Kunden 6,95$.


 

Instacart

UnternehmenInstacart

Gründer : Max Mullen, Brandon Leonardo, Apoorva Mehta

Twitter / Facebook LinksTwitter, Facebook

Gründung: 2012

Land: Vereinigten Staaten

Marktsegment: Online-Bestellung von Lebensmitteln

USP: Zeitgenaue, schnelle Lieferung, Bequemlichkeit

Kunden: Privatpersonen in grösseren US Städten wie San Francisco Bay Area, New York City, Chicago, Boston, Washington D.C., oder Los Angeles sparen sich den Lebensmitteleinkauf. Einkäufe können über Instacart online für verschiedene Händler bestellt werden, z.B. Costco, Kroger, Whole Foods, Trader Joe’s, Safeway…

Finanzierung: 54.8 Mio $ u.a. von Sequoia Capital, Khosla Ventures, und Canaan Partners

Business Model: Die Liefergebühr pro Bestellung ist abhängig von dem bestellten Einkaufswert und dem Lieferfenster. EIne Lieferung innerhalb von zwei Stunden kostet $7.99 für Einkäufe unter einem Einkaufswert von $35,  $3.99 für Einkäufe über einem Einkaufswert von $35. Die Preise sind etwas teurer für eine Lieferung innerhalb einer Stunde ($5.99 für Einkäufe über $35 oder $9.99 für Einkäufe unter $35)


Nimber-Logo

Nimber

Unternehmen: Nimber

CEO: Ari Kestin

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Gründung: 2010

Land: Norwegen

Marktsegment: C2C Lieferungen zwischen und in Städten

Kunden: Privatpersonen, die keine Zeit oder kein Auto haben, etwas von A nach B zu transportieren, können auf Nimber jemanden finden, der es für sie von A nach B mitnimmt.

Partnerschaften: Online (Auktions)Marktplätze wie FINN.no

Finanzierung: Keine Informationen.

Business Model: Der Kunde, der einen Transport über Nimber bucht, zahlt eine Belohnung an den Mitbringer. Nimber nimmt eine Provision pro Transaktion.

 


UberLogo

Uber deliveries

Unternehmen:  Uber deliveries

Gründer: Travis Kalanick, Garrett Camp

Twitter / Facebook Links: Twitter, Facebook

Gründung: Uber RUSH (2014), Uber (2009)

Land: Vereinigten Staaten (CA)

Marktsegment: Kurierlieferungen in NYC

Bedürfnis: Schnelle Lieferung von Kleinmengen

Kunden: Hauptkundengruppen sind Unternehmen, die schnell wichtige Dokumente oder Pakete in der Stadt verschicken müssen.

PartnerschaftenBike Messenger Emergency Fund (Entschädigung für Biker, die auf der Arbeit verletzt werden)

Finanzierung: Uber insgesamt $1.5 B

Business Model: Fahrradkuriere oder semi-professionelle Fahrer liefern Pakete. Lieferungen kosten den Kunden $10 in der gleichen Tarifzone, plus $5 für jede zusätzliche Zone. Uber nimmt eine Kommission von 20%.


 

Wie geht es weiter mit Crowdlogistik?

Wir sehen also, dass weltweit neue innovative Liefermodelle im Kommen sind. Viele davon machen sich Privatpersonen zu Nutze, um Lieferungen grüner, schneller, sozialer oder auch günstiger zu gestalten.

 

 

„I share, you share, we are the Shared Economy“ von Mariam Dembélé

Mariam Dembélé ist im SBB Trainee Programm und absolviert ihre 3. externe Förderstelle für 4 Monate bei BringBee. Mariam setzt sich jetzt zum ersten Mal intensiv mit der Sharing Economy auseinander. Ihre Eindrücke fasst sie zusammen.

 

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Quelle: Barros, P. „Collaborative Consumption and the Sharing Economy in Developing Markets“, http://www.sustainablebrands.com.

 

Als ich noch ein Kind war, habe ich oft gehört und gelesen „Sharing is caring“ und  „Teilen macht Freude“. Als ich dann an der Uni war, war dies weniger ein Thema. Dort lernten wir, dass die Wirtschaft privatisiert ist und jedes Unternehmen sein privates Vermögen und seinen Umsatz maximiert. Bürger zusammenbringen und zum Teilen zu ermutigen, in einer Welt, wo die Ressourcen begrenzt sind, war kein Anliegen.

In meinem sozialen Umfeld und bei der Arbeit, war es tatsächlich das Gegenteil. Unsere Lebensräume, unsere Zeit, unsere Energie… alles hat Grenzen und damit muss man lernen umgehen zu können. Ressourcen teilen, Kapazitäten zum gegenseitigen Benefit besser nutzen; das ist der Gedanke, der hinter dem Wort „Sharing Economy“ steht. „Den Wohlstand für alle erhöhen, indem man unter den Marktteilnehmern teilt.“, so hat es Harvard-Ökonom Martin Weitzman definiert.

Seit ein paar Jahren blühen Sharing Economy Initiativen weltweit. Von Australien bis San Francisco gibt es Plattformen, auf denen Personen Gegenstände gegenseitig verleihen können, so z.B.  TuShare, „getable“, oder „Yerlde“. Seit 2 Jahren existiert „Bonappetour“, wo Leute rund um die Welt ihr Essen teilen.  „Vayable“ macht es möglich eine neue Stadt mit Hilfe von den lokalen Stadtbewohnern zu entdecken. Spezielle Fähigkeiten und Kompetenzen werden z.B. auf „Skillshare.com“ geteilt. Autos können auf „Getaround“ und Parking Plätze auf „parkatmyhouse“ geliehen werden. Die Liste ist lang. Das Interesse ist gross und alle Top-Nachrichtenmagazine der Welt, „Fortune“ zu „Forbes“ und „The Economist“, beschäftigen sich mit der Sharing Economy. Was am Anfang ein Trend war,  ist schon längst eine wahrhaft organisierte globale Gemeinschaft.

Um auch die Sharing Economy in der Schweiz voran zu bringen, gibt es seit 2013 „Sharecon“, die Schweizer Sharing Economy Vereinigung. Die Ziele des Vereins sind die Vernetzung der bestehenden Initiativen und Startups, die Erhöhung der Visibilität der einzelnen Startups und der Dialog mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

In der Schweiz gibt es mehr als 20 Startups, die unterschiedliche Themen und Industrien abdecken:

–       Verleihen von Gegenständen von Fahrrädern bis zu Fondue Sets über Discokugeln mit sharely, pumpipumpe, shrebo oder weeshare

–       Verschiedene Arten von Dienstleistungen: cookeat (Kochen von und für Privatpersonen), rentarentner (Unterhalt gegen eine Dienstleitung in einer Familie), mila und jacando (Dientsleistungen Angebot und kleinen Jobs), skillharbour (Bereitstellung von bestimmte Kompetenzen), housetrip (Wohnen bei Eingeborenen während den Ferien),

–       Mobilität und Transport: BringBee (Mitbringen von Einkäufe von Privatpersonen zu ihren Hause), wy (Ausleihe von Boote, Fahrzeuge und Geräte), sharoo (Ausleihe von Autos), parku und parkit (Ausleihe von Parkplätze), hitchhike und tooxme (Fahrgemeinschaft Leistungen in der Schweiz), karzoo (Fahrgemeinschaft Leistungen in Europa),

–       Crowdfunding: c-crowd (Cloud computing), 7crowd (Verknüpfung von Startups und Investoren), 100-days (Verknüpfung in 100 Tagen von Erfinder und Mäzen).

 

Auch in Zukunft ist zu erwarten, dass die Sharing Economy neue interessante Nischen entdecken wird und die teilende Community grösser wird. Alles Dank neuer ICT Technologien, die Leute, Produkte und Dienstleistungen zusammen bringen und verknüpfen. Langfristig bleibt spannend: „Was wollen wir als Menschen mit Mitmenschen teilen? Was nicht? Und welche Sharing Economy Startups können sich langfristig im Markt durchsetzen?“

 

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BringBee jetzt auch für deinen Tante Emma-Laden

Insbesondere kleinere Läden und Geschäfte profitieren besonders durch die gemeinschaftliche Lieferoption BringBee. Sie bekommen mehr Visibilität, eine einfache und günstige Lieferoption ohne Mehraufwand und grosse Infrastrukturkosten und eine Möglichkeit die Kunden in einer Community interaktiv zu verbinden.

Darum hat BringBee es jetzt einfach gemacht, effizient kleine KMUs als neue Partner-Shops anzuschliessen. „Einen [Online-]Shop einzurichten […] ist vom IT Askpekt her aufwändig und der Versand zudem arbeitsintensiv“, schildert Martin Halter von der Sudwerk Brauerei in Uster (Ganzes Interview mit Martin zur neuen Partnerschaft mit BringBee). Darum ist die Brauerei einer der neuen KMU-Partner von BringBee im Raum Zürich. Neben dem regionalen Bier kann man neu auch Designerstücke für die Wohnung, Zürisäcke oder griechische Spezialitäten in der Stadt mitbringen lassen.

Hier findet ihr eine volle Übersicht aller Partner.

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Städte als Anfangspunkte

In der ersten Phase haben wir gezielt KMUs im Raum Zürich angesprochen, wo wir die grösste und aktivste Community von Mitbringern haben. Das Ziel ist es als nächstes in allen grösseren Schweizer Städten neue Partner zu gewinnen, um ein breites Sortiment an Grundprodukten anbieten zu können. Bern, St Gallen, Luzern oder Basel sind z.B. prädestinierte BringBee Hubs.

 

Mehr Informationen auf: